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Als Bundeskoordinierung Spezialisierter Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend (BKSF) bringen wir die Perspektive all jener, die seit Jahren und Jahrzehnten Betroffene sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend beraten, ein. Das ist die Perspektive derer, die Betroffene auf ihrem Weg aus der Gewalt unterstützen, die Betroffenen bei der Bewältigung der erlittenen Gewalt helfen, die gemeinsam mit Betroffenen Perspektiven erarbeiten und die Betroffene auch bei Verfahren vor Gericht unterstützen.
Derzeit beobachten wir von seitens rechter Parteien und Gruppierungen gezielte Angriffe gegen sexuelle Bildung und verstärkte Forderungen nach der Rückkehr zu traditionellen Geschlechterrollen, sowie einen Zuspruch für autoritäre und hierarchische Strukturen. Verbunden wird dies mit der Ausgrenzung, Diskriminierung und Stigmatisierung als „anders“ markierter / kategorisierter Menschen. Dies erschwert zentrale Aufgaben beim Gewaltschutz, gefährdet Kinder, Jugendliche sowie Erwachsene und läuft der Arbeit gegen sexualisierte Gewalt und einer fachlich fundierten spezialisierten Fachberatung zuwider. Deshalb beziehen wir als Vollversammlung der spezialisierten Fachberatungsstellen gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend, Stellung zu diesen aktuellen Entwicklungen und nehmen eine klare Haltung ein: Wir stehen an der Seite von betroffenen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die in Kindheit und Jugend sexualisierte Gewalt erlebt haben- unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Sprache, Religion oder Weltanschauung, körperlichen oder kognitiven Fähigkeiten, Alter, sozialem Status, Bildung, Sexualität und Geschlechtsidentität und gegen die Stigmatisierung marginalisierter Bevölkerungsgruppen.
Die Stellungnahme haben wir gemeinsam währen der Vollversammlung der spezialisierten Fachberatungsstellen am 08.05.2026 in Berlin verabschiedet. Weitere Informationen finden Sie in der detaillierten Stellungnahme – als Download unter diesem Artikel.